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Mann muss die FDP nicht mögen, aber die Sätze von Gerhard Baum schon!

Nun gut, die FDP gehört auch nicht für uns zu den Favoriten bei einer Wahl, trotzdem gibt es schlaue Menschen in der FDP. Da wäre an erster Stelle (für uns zumindest) Gerhard Baum zu nennen. Seine interessanten Wortbeiträge in der Sendung am 23.09.2007 bei Anne Will haben unseren Rollstuhlmielke immer wieder ins Schwitzen gebracht.
Viel wichtiger ist aber sein Zitat aus einem Interview, was er der TAZ gegeben hat:

Ich stelle fest, dass wir immer weiter von der Kriminalitätsbekämpfung weg hin zum Kriegsrecht geraten. Nicht nur wegen der Äußerungen Jungs, sondern auch mit der von Schäuble geäußerten Ansicht, die gezielte Tötung von Verdächtigen ins Auge zu fassen. Es wird so getan, als befänden wir uns in einem Ausnahmezustand - und der würde auch Bürgeropfer rechtfertigen. Wir sind auf dem gefährlichen Weg zu einem Feind- und Kriegsstrafrecht - und das wäre eine Situation, in der sich der Staat jenseits des Rechtes bewegt. Dahinter steckt die Denkweise des Nazi-Wegbereiters Carl Schmitt, die sich fortsetzt bei einer Minderheit der Staatsrechtslehre. Ich warne davor, auch nur ansatzweise dessen Gedanken zu übernehmen. Damit würden wir uns jenseits vom Rechtsstaat befinden, wie Bush das getan hat.

Diese seine Einschätzung der gegenwärtigen Lage trifft den Nagel auf den Kopf!


29. September 2007 um 18:12 von Redaktion
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Pflichtvideo für alle Deutschen!

Sehr gutes Video zur Vorratsdatenspeicherung!
Prädikat: Sehr wertvoll


27. September 2007 um 18:11 von Redaktion
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Blog Schieflage mit der wichtigsten Mitteilung des Jahres!

Diese Meldung vom Schieflage-Blog muss ich noch einmal veröffentlichen. Ich glaube die kann man nicht oft genug wiederholen.

Angenommen die ARD hätte einen Experten für Kommunikationstechnik und Internet, beispielsweise einen ausgebildeten Nachrichtentechniker mit journalistischer Zusatzausbildung. Und angenommen dieser Experte würde schon lange für die ARD arbeiten und wäre immer nur aufgefallen durch zurückhaltende und gut fundierte Analysen und Hintergrundberichte. Wohlgemerkt - Geheimdienststaat, nicht mehr nur Polizeistaat. Ein Staat, von dem die Stasi nur träumte. Auf EU-Ebene. Umwandlung der EU in einen Geheimdienststaat. Angekommen?

Wie sähe da die Reaktion aus so in der Medienwelt?

Ignorieren? Einen Artikel bei Tagesschau.de oder gar einen TV-Bericht in der Tagesschau? Der davor warnt, dass da auf EU-Ebene gerade mächtig was schief läuft? Solch einen Bericht zu ignorieren würde vielleicht schwer fallen.

Aber ein Glück ist es ja kein Bericht von der ARD, sondern nur vom Österreichischen Rundfunk (ORF). Das ist so, als ob in Kuba ein nicht vorhandener Sack Reis umfallen würde. Österreich halt. ORF halt. Spinneranstalt. Weiß man doch. Alles Idioten da. Muss man nicht ernst nehmen. Haben keine Ahnung von nichts die Jungs da. Können ja noch nicht einmal richtig Deutsch sprechen.

Ach ja, falls sich doch jemand dafür interessieren sollte, was die da vom ORF so schreiben, hier der Link zu dem Artikel, der davon berichtet, wie die amerikanischen und europäischen Geheimdienste gerade in das technische Pflichtenheft zur Vorratsdatenspeicherung hineinschreiben, was den Geheimdiensten alles technisch ermöglicht werden wird mit den Kommunikationsdaten von allen EU-Bürgern: Der Weg zum Geheimdienststaat.

Wie? Sie wollen direkt auch ein paar Auszüge aus dem Artikel lesen? Sie Schlingel. Na gut:

Was Datenschützer befürchten und Politiker bestreiten, ist in zwei internen Dokumenten des European Telecom Standards Institute [ETSI] bereits festgeschrieben. Es handelt sich um technische Normen für flächendeckendes Data-Mining in Telefonie-Verkehrsdaten, die im Zuge der “Vorratsdatenspeicherung” gesammelt werden. […] Von den technischen Möglichkeiten und Methoden zur Überwachung sämtlicher Telekommunikation, wie sie im ETSI gerade normiert werden, konnten die Schergen der DDR-Staatssicherheit nur träumen. […] Der Inhalt beider Dokumente aber hat mit rechtsstaatlichem Denken europäischer Prägung etwa so viel gemein, wie die DDR-Staatssicherheit mit Freiheit und Demokratie am Hut hatte. […] Es handelt sich dabei um die technische Standardisierung von Data-Mining in den Verkehrsdaten aller Telefonieteilnehmer. Das bedeutet: In naher Zukunft können normierte Vollsuchen samt dem Einsatz von “Wildcards” über den gesamten Datenbestand von Telekommunikationsverkehrsdaten gefahren werden. Nicht nur in Österreich, sondern in praktisch allen EU-Staaten ist eine derartige Vorgangsweise illegal […]. (Quelle: Futurezone.ORF)

So. Und nun bitte das ganze schnell wieder ignorieren. Es ist nichts passiert. Bitte gehen sie weiter. Ist ja nur Technikkrams. Völlig belanglos. Die Geheimdienste wissen schon, was sie tun. Kontrolle ist gut, Vertrauen in die Geheimdienste noch viel besser. Die Demokratie mit ihren Freiheitsrechten wird eh überschätzt. Glück, Frieden, Wohlstand und ein angenehmes Leben sind nur in Staaten möglich, in denen der Geheimdienst alles weiß. Wer daran zweifelt, ist vermutlich ein Gefährder.

Und nochmal: RUHE jetzt! Ich will über dieses eh viel zu komplizierte Thema ETSI-Standard jetzt nichts mehr hören!


24. September 2007 um 18:15 von Redaktion
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15000 bei Demo in Berlin “Freiheit gegen Angst”

15000 Menschen haben an diesem Wochenende in Berlin gegen den staatlichen Überwachungswahn demonstriert. Die Veranstalter vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, hatten zusammen mit einem breiten Bündnis von 50 gesellschaftlichen Gruppen zu der Kundgebung aufgerufen. Der Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert wurde bei der Online-Ausgabe der ARD mit den folgenden Worten zitiert:

“Das ist die größte Demonstration für Bürgerrechte und Datenschutz seit der Volkszählung 1987″

Unseren Massenmedien (Funk und Fernsehen) war diese Veranstaltung aber meistens keine Meldung oder nur sekundenweise wert. In der Sonnabendausgabe der “der deutschen Tagesschau” bei der ARD um 20.00 Uhr viel jedenfalls kein Wort über diese großartige Veranstaltung. Leider konnte ich mir den leichten Anflug an die Erinnerung der “Aktuelle Kamera” nicht erwehren!

Auf dem Rabenhorst-blog gibt es eine schöne Zusammenstellung einiger toller Berichte und Fotostrecken von der Demo. Und ich hoffe es werden noch weitere durch den Blogroll hinzukommen.


23. September 2007 um 18:17 von Redaktion
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Es ist fünf vor 12 - Überwachung ab 2008

Ab 2008 soll die Vorratsdatenspeicherrung für Internet, Telefonie, Handy, Mail und SMS über voraussichtlich 6 Monate eingeführt werden. Die EU hat eine Richtlinie erlassen (Nr. 2006/24/EG) die in Deutschland jetzt in nationales Recht umgesetzt werden soll. Selbst der Standort des Handys während eines Telefonates soll 6 Monate gespeichert werden. Auch die Anonymisierungsdienste müssen alle Daten speichern. Die geplanten Gesetzesänderungen lassen sich bereits detailliert in der 100 Seiten langen PDF nachlesen. Die Vorlage enthält zwei ganz kritische Passagen, die es unseren Politikern ganz leicht macht, das Gesetz durchzuwinken.
Punkt C Alternativen = keine
Punkt D Kosten für den öffentlichen Haushalt = keine

Diese Gesetzesänderung kommt einem Daten-Dammbruch gleich!

Hier wird eine sechsmonatige verdachtslose digitale Überwachung der gesamten Bundesbürger vorgenommen. Schlimmer noch, die gespeicherten Daten sollen nicht nur den Nachrichtendiensten und der Strafverfolgung dienen. Der Bundesrat wünscht sich auch das Diensteanbieter die Daten auch für zivilrechtliche Prozesse nutzen dürfen. Früher konnte bei einem Urheberrechtsverstoss nur die Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft und einem Richter ihre Daten enthüllen. Somit wird der Richtervorbehalt hier abgeschafft. Denn auch dieser Damm soll brechen. Die Diensteanbieter (Musikindustrie u.ä.) dürfen dann selbst ihre Daten bei ihrem Provider anfordern und Sie dann in einem Zivilprozess verklagen. Das Arbeiten am PC wird dann für immer öffentlich!
Sollten auch Sie der Meinung sein, der Gesetzentwurf entspricht nicht unserem Grundgesetz und stellt einen Angriff auf das Grundgesetz da, dann kommen Sie am 22. September nach Berlin und bringen das auf der Großdemontrastion am Brandenburger Tor zum Ausdruck. Lassen Sie die Politiker spüren, hier handeln Sie gegen Volkeswille! Alle Daten zur Demonstration finden Sie im Eselsohr.

Privatsphäre ist kein Verbrechen!

[Update] Eine sehr schöne Hymne als mp3-File gibt es unter stop1984.com!

Quelle: Artikel von Arne Arnold auf pcwelt.de


10. September 2007 um 18:19 von Redaktion
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