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Orwells 1984
George Orwell, geboren als Eric Arthur Blair, war ja bekanntlich Engländer. Vielleicht wollen die Engländer jetzt dem Orwell ein Denkmal setzen, indem Sie seine Version “1948” jetzt endgültig in die Tat umsetzen. Jetzt soll sogar Straftätern ein RFID-Chip eingesetzt werden. Angeblich sind die Gefängnisse überfüllt. Angeblich plant die britische Regierung auch schon den Bau von drei neuen Gefängnisse. Wozu denn noch den Chips? Der britische Polizeiverbands Acpo, hätte trotzdem gern das, verurteilten Pädophilen und anderen Sexualtätern GPS-Chips implantiert werden, um zu verhindern, dass sie in die Nähe von “verbotenen” Orten wie Schulen oder Kindergärten gehen. Jetzt fehlt nur das England eine EU-Vorlage einbringt, das sich jeder Europäer einen RFID-Chip einpflanzen lassen muss. Vielleicht wird man ja als Europäer irgendwann mal pädophiel.
Das Leben im Panopticon ist britischer Alltag – und nicht etwa im Gefängnis, sondern draußen, überall. In Provinzstädten wie Edinburgh und Manchester wird jeder Bürger durchschnittlich an die hundertmal am Tag gefilmt, und 300 Kameras verfolgen jeden Londoner beim Einkauf und auf dem Weg zur Arbeit. Die Polizei darf von jeder festgenommenen Person auch bei Geringfügigkeiten DNA-Proben nehmen. Bis Ende 2008 werden 4,25 Millionen Briten genetisch erfasst sein, über sechs Prozent der Bevölkerung. Wie ist das alles möglich – wie konnte die Heimatinsel liberaler Bürgerfreiheit innerhalb weniger Jahre zum rabiatesten Überwachungsterrain der westlichen Welt mutieren, zum größten Freilandversuch staatlichen Generalverdachts gegen die Bürger? Jetzt, da die Ära Blair endet, zeigt es sich, dass seine Regierungszeit die illiberalste in Großbritannien seit dem Weltkrieg war.
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14. Januar 2008 um 22:13 von Redaktion Abgelegt in der Kategorie Biometrie, Überwachung, Überwachungsstaat | 1 Kommentar » |
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