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löchrig wie ein Schweizer Käse
Das Google es außerhalb seines Mutterlandes mit der Zensur nicht so genau nimmt, beweißt Google in China ja jeden Tag. Jetzt ist es aber im eigenen Land USA für Google datenschutztechnisch zum Supergau gekommen. Ein New Yorker Bezirksgericht hat Google im Rechtsstreit mit Viacom über Urheberrechtsverletzungen auf YouTube dazu verpflichet, dem US-Medienkonzern alle aufbewahrten Logfiles zu übergeben. Der am Dienstag ausgestellte Beschluss (PDF-Datei) bezieht sich auf die gesamte Logdatenbank des Videoportals. Diese enthält die IP-Adresse des Rechners, mit der ein Nutzer ein Video betrachtet hat, den Zeitpunkt des Starts des Filmbeitrags, dessen Identifizierungsnummer sowie gegebenenfalls den Login-Namen des Anwenders. Aufgezeichnet werden die häufig einfach personenbeziehbaren Daten sowohl beim Anschauen eines Videos auf YouTube selbst als auch auf Drittseiten, in die ein solcher Filmschnipsel integriert ist. Viacom möchte also nicht den einen Uploader abmahnen und zivilrechtlich verklagen (bringt nicht genug Kohle), nein die möchten alle Nutzer die das Video angesehen haben mit einer Massenabmahnung überziehen. Google ist jetzt verpflichtet, seine 12 Terabyte (zwölf) umfassende Datenbank (angesammelte Log-Daten in 18 Monaten) an Viacom herausgeben. Das Medienunternehmen Viacom, dem etwa die Musiksender MTV und VH1 gehören, hatte Google und dessen Tochter YouTube im März 2007 in New York verklagt. Der Konzern wirft der Internetfirma “massive Copyright-Verletzungen” vor und fordert Schadensersatz in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar.
Glasdemokratie: Eine gute Alternative zu YouTube ist das Videoportal www.smotri.com, was in Russland beheimatet ist, und es lässt Videos bis 200MB zu.
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Dieser Beitrag wurde geschrieben
an Freitag, 4. Juli 2008 um 08:32 in der Kategorie Abmahnung, Internet, USA.
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