Die gläserne Demokratie
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Gleichheit ohne Freiheit ist Unterdrückung, Freiheit ohne Gleichheit ist Ausbeutung.

Rosa Luxemburg, 1871–1919


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  • DirkGrund - über Suboptimales
    am22.08.2008 um 04:53h:
    Es gilt Visionen zu entwickeln und Erkenntnisse in der Bevölkerung zu implementieren !

    Die Skandale im Kreisverband der Linkspartei Ludwigshafen ( wir berichteten bereits ) sollten wenigstens diejenigen nicht, die noch ganz bei Trost sind, die Wurzeln dessen vergessen lassen, warum Linkspartei überhaupt entstanden ist. Es gilt Visionen zu entwickeln und Erkenntnisse in der Bevölkerung zu implementieren, die unter der derzeitigen neoliberalen Rücksichtslosigkeit zu leiden haben.  Stichwort - Ursachenbekämpfung von Armut, anstatt Rückfall in postkommunistische Utopien, die Zerschlagung des eigentlichen Machtinstruments Finanzmarktdiktatur, anstatt ein paar Euro mehr für Sozialhilfeempfänger , Pendlerpauschale und sonstigen finanziellen Unsinn, der nur unnötig Geld kostet, nichts oder nur sehr wenig bringt und andererseits indirekt noch mehr die Taschen der neoliberalen Elite füllt.

    Es gilt in einer alternativen Politik zu der derzeitigen die Ursachen an der Wurzel zu packen, keine Placebos an die notleidende Bevölkerung zu verteilen… und die Dominanz der Finanzmärkte zu brechen !

    Die grundsätzliche Orientierung für eine echte Umkehr muss darauf gerichtet sein, die Dominanz der Finanzmärkte über die Realökonomie zu brechen.

    Einige geeignete Instrumente für diesen Zweck sind:

    - Die Besteuerung aller Arten von Finanztransaktionen ( inklusive von Devisentransaktionen ), um Spekulation zu reduzieren, die Geschwindigkeit der Finanzmärkte zu verlangsamen und die Kurzfristorientierung ( Quartalsberichte ) der Finanzmärkte zu reduzieren.

    - Die progressive Besteuerung von Kapitaleinkommen. Einer der wesentlichen Faktoren für das Anschwellen der Finanzmärkte ist die steigende Konzentration von Vermögen. Deshalb ist eine substantielle Umverteilung von Einkommen und Vermögen von oben nach unten ebenso notwendig wie die Reduzierung von Anreizen für exzessive Profite, um den Finanzmärkten Grenzen zu setzen und sie zu stabilisieren.

    - Die Privatisierung der Sozialsysteme und wichtiger öffentlicher Infrastrukturen – wie Energie oder die Bahn müssen gestoppt, bzw. rückgängig gemacht werden.

    - Die Instabilität von Finanzmärkten ist ein inhärentes Merkmal des Kapitalismus im Allgemeinen und des neoliberalen Kapitalismus im Besonderen. Eingriffe des Staates in Zeiten der Krise sind unzweifelhaft notwendig. Die kriminelle Laisser-faire Politik der 30er Jahre darf nicht wiederholt werden. Doch die Kosten der Eingriffe sollten nicht von den SteuerzahlerInnen getragen werden sondern von denen, die für die Krise verantwortlich sind. Deshalb sollte ein spezieller Krisenfonds gebildet werden, der die Konsequenzen einer Krise für die Gesamtwirtschaft abfedern sollte. Dieser Fond sollte durch eine Sonderabgabe auf Kapitaleinkommen über z.B. 50.000 € und eine ein-prozentige Extrasteuer auf Unternehmensgewinne finanziert werden.

    Die EU reformieren

    Spezielle Aufmerksamkeit muss der EU gelten. Die finanziellen Aspekte des Vertrages von Lissabon und anderer Verträge sind durchdrungen von neoliberalen Dogmen.

    Artikel 63 des Vertrages von Lissabon, der jegliche Restriktionen von Kapitalflüssen verbietet und damit die perfekte Bedingung für den enormen Zugriff der Finanzmärkte auf die Gesellschaft schafft, muss abgeschafft werden.

    Wir ( die Unterzeichnenden ) fordern außerdem eine Begrenzung der Niederlassungsfreiheit ( Artikel 49 ), die dem Kapital die Freiheit lässt, sich immer dorthin zu bewegen, wo die Bedingungen am günstigsten sind und die Finanzinstitutionen die Möglichkeit gibt, Asyl in der City of London zu suchen oder wo immer sie wollen.

    Zudem ist es notwendig den Status der EZB zu ändern.
    Die Bank steht im Herzen des neoliberalen Europas. Ihre Geld- und Fiskalpolitik basiert völlig auf den neoklassischen Dogmen. Die Autonomie von der monetaristischen Ideologie ist ebenso notwendig wie die demokratische Kontrolle dieser Institution, deren Politik das Schicksal der Bürgerinnen und Bürger entscheidend beeinflusst. Wir kritisieren die Fixierung der EZB auf das 2- Prozent Konsumenten-Preisinflation-Ziel – dies ist ein zentraler Pfeiler neoliberaler Politik.

    Stattdessen sollte die EZB den Fokus auf Beschäftigung, den Erhalt der Kaufkraft und die Stabilität der Finanzmärkte richten.

    Angesichts der Krise erfordern einige Eckpfeiler des gegenwärtigen Systems besondere Aufmerksamkeit, zum Beispiel:

    a. Eigenkapitalanforderungen und vernünftige Praktiken im Bankensektor

    Eigenkapitalvorschriften für Banken müssen verschärft werden. In dieser Hinsicht war Basel II ein Schritt in die falsche Richtung.

    Ein Basel III ist notwendig, mit dem die Konsequenzen aus der Krise gezogen werden. Außerbilanzielle Geschäfte, die jetzt im Zentrum der Krise stehen, müssen verboten werden. Die Praktiken der Verbriefung müssen auf solche Institutionen beschränkt bleiben, die unter der strikten Kontrolle der Regierungen stehen, wie es in den USA der Fall war. Die schlimmsten Praktiken der Verbriefung müssen verboten werden, beispielsweise die CDOs, deren Ziel der massive Wiederverkauf von Subprime-Krediten war. Investment-Banking sollte von anderen Bankdienstleistungen getrennt werden. Das öffentliche und genossenschaftliche Bankenwesen sollte gestärkt werden. Die Öffentlichkeit sollte zumindest einige Schlüsselbanken besitzen um stabile Finanzierung für nachhaltige und gerechte Entwicklung bereitzustellen. Die Rating-Agenturen, die in dieser Krise ebenso wie in fast allen Krisen der letzten Dekaden schwere Fehler machten, sollten unter öffentliche Kontrolle gestellt werden. Keinesfalls sollten Rating-Agenturen von den Firmen bezahlt werden, die sie raten. Stattdessen sollten sie aus einem Fonds bezahlt werden, in den NutzerInnen der Ratings und alle Ausgeber von Finanzprodukten einzahlen.

    b. Institutionen mit hoher Hebelwirkung

    Wer braucht Hedge-Fonds und was ist ihr Nutzen für die Wirtschaft ? Als die VertreterInnen Deutschlands auf dem G8 Gipfel 2007 höhere Transparenz von Hedge-Fonds verlangten, wurde dagegen argumentiert, diese Institutionen erfüllten eine nützliche Funktion , weil niemand anders bereit sei die Risiken zu tragen, die diese übernähmen.

    Tatsächlich handelt es sich bei diesen Risiken jedoch um die Risiken der Spekulation im Dienste des maximalen Profits. Diese Aktivitäten haben keinen Nutzen für die Gesamtwirtschaft im Gegenteil - sie destabilisieren das System. Durch den Einsatz von Kredithebeln ( Leverage ) wird dieses Risiko auf das Bankensystem ausgedehnt. Das ist der Grund, warum sie überhaupt nicht stattfinden sollten. Hedge-Fonds zu einem Instrument der Krisenprävention zu erklären ist so, als ob man eine Pyromanen die Aufgabe des Feuerschutzes übertragen würde. Die Aufsicht muss Banken davon abhalten Geschäfte mit Hedge-Fonds zu machen . Niemand braucht diese außer reichen Individuen und institutionellen Anlegern auf der Suche nach hoch-riskantem maximalem Profit.

    c. Die Regulation von Derivaten

    Solange bestimmte Risiken für die Realwirtschaft in der globalen Wirtschaft bestehen bleiben, wie zum Beispiel das Wechselkursrisiko, können Derivate eine positive Funktion als Absicherung gegen diese Risiken haben. Für diesen Zweck sollten sie standardisiert und von der Aufsicht geprüft an der Börse gehandelt werden. Der Handel over the counter ( OTC ) sollte verboten werden.

    d. Steueroasen

    Wer braucht Offshore-Zentren ( OFCs ) und Steueroasen ?

    Lediglich reiche Individuen und institutionelle Anleger, die ihr Vermögen von den Steuerbehörden verstecken wollen, die Mafia, Terroristen, Waffenhändler und andere Kriminelle, die Geld waschen wollen. Es gibt keinen nachvollziehbaren ökonomischen Grund für die Aufrechterhaltung des ökonomischen Status dieser Territorien. Deshalb muss diesen Plätzen die wirtschaftliche Grundlage entzogen werden. Solange dies nicht möglich ist, weil einige große Industrieländer ihre eigenen Offshore-Zentren und Steueroasen nicht schließen und andere protegieren, können unilaterale Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehört die Aufhebung des Bankgeheimnisses von Banken in ihrer Hoheitsgewalt, die Anordnung, Töchter von Banken in Steueroasen zu schließen und die Erhebung einer hohen Gebühr auf Transaktionen in Steueroasen und Offshore Zentren.

    Sicherlich, dicke Bretter sind zu bohren, wenn es um die Kontrolle der Finanzmärkte geht. Dessen bin ich mir bewusst. Sie sind ein Teil der Vision einer gerechten Gesellschaft. Nationale Lösungen ertönen zwar einfach, bringen aber nicht den gewünschten Erfolg, vor allem keinen nachhaltigen. Das System der Neoliberalen ist international implementiert und kann daher nur multilateral gelöst werden. Europa könnte hierzu die Funktion eines Katalysators einnehmen. Dafür wäre die europäische Idee gut.

    Peter Christian Nowak
    ! Tacheles im Namen des Volkes ?!
    www.gfa-ludwigshafen.de

    angefügt sei noch eine Textpassage aus dem Forum Demokratischer Sozialismus in Bezug zu den Hoffnungen die , die Menschen in die Linspartei setzen :

    Die LINKE ist aus unserer Sicht mehr als eine Protest-Partei. Ein großer Teil der Bevölkerung meint, dass wir wichtige Probleme der Menschen ansprechen, aber nur ein kleiner Teil meint, dass wir auch entsprechende Lösungsvorschläge hätten. Diese Diskrepanz gilt es schrittweise zu schließen. Fordern kann man sehr viel. Wir sollten die Debatte nicht so führen, dass diejenigen, die am lautesten fordern, am meisten bekommen.

    Wenn wir Glaubwürdigkeit in der Politik anmahnen, sollten wir dies nicht vergessen. Es geht um den inneren Zusammenhang unserer Positionen. Es geht darum, welchen Beitrag wir leisten können, um die Gesellschaft nachhaltig zu verändern und auf eine neue, entwicklungsfähige Basis zu stellen. Die Programmdebatte sollte dazu dienen, unsere Politikkonzeption zu verdeutlichen. Wir demokratischen Sozialistinnen und Sozialisten haben dabei eine Menge Erfahrungen einzubringen. Verschaffen wir ihnen Gehör.”

    [Link] [Cache]
  • de.indymedia.org newswire
    am22.08.2008 um 00:29h:
    HH: Brutaler Polizeiangriff auf Stadtteilrundgang
    Im Rahmen des AntiraKlimaCamps in Hamburg fand gestern, Mittwoch, den 20.08.2008 ein interaktiver Stadtteilrunggang statt. „Es regnet Kaviar“, das Aktionsnetzwerk gegen Gentrification hatte zum „Landgang durch die Sonderrechtszone“ eingeladen. 100-150 Personen folgten dem Rundgang fast 3 Stunden durch St-Pauli. Nach Beendigung des Rundgang kam es zu einem brutalen Übergriff durch Polizeieinheiten. 4 Personen wurden ohne Vorwarnung mit großer Brutalität festgenommen. Eine Person verlor dabei das Bewusstsein. Diese Person wurde von der Polizei aus dem Krankenwagen gezerrt und immer noch bewusstlos in einen Polizeieinsatzwagen verfrachtet, nachdem sie erst ohne Behandlung für einige Minuten in eine Ecke gelegt wurde. [Link] [Cache]
  • Kirchensumpf
    am21.08.2008 um 23:14h:
    Bischöfe im Mittelalter

    Das die katholische Kirche sich nach wie vor im Mittelalter befindet, haben wir ja schon hinreichend bewiesen. Den neuesten Beweis liefert der Limburger Bischof Tebartz-van Elst. Dieser hat den Wetzlarer Bezirksdekan Peter Kollas suspendiert. Der 55-Jährige ist seit 1996 im Amt und vertritt als Bezirksdekan den Bischof im Kirchenbezirk Wetzlar. Sein Frevel: Er hat ein schwules Paar nach dessen standesamtlicher Trauung gesegnet. Die Katholische Lehre lasse eine Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften nicht zu. Nach der Zeremonie habe es Proteste von Katholiken, aber auch evangelischen Christen gegeben. Jeder Gläubige sei “verpflichtet, gegen die rechtliche Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften Einspruch zu erheben”. Die Kirche sehe sich verpflichtet, für Homosexuelle “angemessene Formen der Seelsorge zu suchen”. Um “weiteren Schaden” abzuwenden, habe man den Bezirksdekan abberufen.
    Nicht die Segnung eines schwulen Paares, sondern das jahrzehntelange Vertuschen von Missbrauchsfällen durch pädophile Priester hätte der Kirche schwer geschadet! äußerte der Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck.

    [Link] [Cache]
  • Nachrichten und Meinungen von rotglut.org
    am21.08.2008 um 23:14h:
    Gnter Freiherr von Gravenreuth verliert auch in der Berufung gegen die TAZ und muss -mal wieder- zahlen
    Werbefreie Double-Opt-Ins auch nach Ansicht des Kammergerichtes Berlin zulssig Der erheblich in die ffentlichkeit drngende, und derzeit wohl nicht nur glck- sondern auch kopfl ... [Link] [Cache]
  • Kirchensumpf
    am21.08.2008 um 22:15h:
    Aus den Tiefen des Spiegels

    Kirchensumpf ist auf einen alten Artikel aus dem “Spiegel Wissen” aufmerksam geworden. Im Jahr 1983 ging der Militärische Abschirmdienst (MAD) Behauptungen nach, General Kießling sei homosexuell und verkehre in Homosexuellenlokalen. Diese Erkenntnisse beruhten unter anderem auf Ermittlungen der Kölner Kriminalpolizei. In den Kneipen „TomTom“ und „Café Wüsten“ identifizierten mehrere Personen das Foto von Kießling als „Günter oder Jürgen, auf jeden Fall etwas mit ü, von der Bundeswehr“. Die schillenden Zeuge des damaligen Verteidigungsministers Wörner waren der Kaufmann Udo J. Erlenhardt, der Versicherungsagent Gerhard August, der “Tom-Tom”-Büffetier Micha Lindhahr und dessen Chef Hans-Albert Wichert. In diesem alten Bericht aus dem Jahre 1983 werden die Zeugen noch einmal ausführlich beleuchtet. Nachdem klar wurde, dass die Behauptungen gegenüber Kießling nicht beweisbar waren, wurde die Affäre durch das Eingreifen vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl noch im Jahr 1984 beendet: Kießling wurde für kurze Zeit wieder in den aktiven Dienst und unmittelbar danach ehrenhaft mit dem Großen Zapfenstreich in den Ruhestand versetzt. Der damalige Verteidigungsminister Wörner wurde unmittelbar danach der “der Lächerlichkeit preisgegeben“.

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  • de.indymedia.org newswire
    am21.08.2008 um 21:49h:
    Residenzpflichtprozess in Halle
    Am 18. August 08 fand in Halle vor dem Amtsgericht. der Prozess gegen den politischen Flüchtling Kodjo D’Almelda statt. Er war mehrfach von der Polizei an Bahnhöfen kontrolliert worden und hatte keine Verlassenserlaubnis. [Link] [Cache]
  • de.indymedia.org newswire
    am21.08.2008 um 21:49h:
    Videoreihe Climacamp Folge 2
    Videoreihe über das Klima/Antiracamp Folge 1 Anti-Frontex-Aktion Lübeck / Aktion gegen den Bau des Ilisiu-Staudamm [Link] [Cache]
  • Schall und Rauch
    am21.08.2008 um 21:25h:
    Die Macht der Konformität
    Hier sehen wir eine Szene aus der berühmten TV-Sendung Candid Camera, welche zeigt, wie sich Menschen in einer Gruppe angepasst verhalten.

    Candid Camera wurde von Allen Funt in den 40ger Jahren erfunden und ist das Vorbild für alle Sendungen mit versteckter Kamera die wir kennen. Begonnen hat Funt im Radio 1947, als Candid Microphone. Ab 1948 wurde dieses Konzept auf TV übertragen.

    Richtig berühmt wurde die Sendung dann in Amerika in den 60ger Jahren, in dem ahnungslose Menschen mit versteckter Kamera in verschiedenen Situationen gefilmt wurden.

    Das Programm benutzte die klassische Methode der sozialen Psychologie, durch Beobachtung vom menschlichen Verhalten, um in diesen Fall, lustige Szenen zu schaffen.

    Die Sendungen waren nicht nur zur Unterhaltung gedacht, sondern auch sehr lehrreich.

    Zum Beispiel, wie eigenständig ist der durchschnittliche Mensch, wenn dieser mit Gruppenkonsens und Gruppenverhalten konfrontiert wird?

    Nicht sehr, wie wir sehen. Die Szene zeigt Leute die in einen Lift einsteigen. Drei davon gehören zu Candid Camera und schauen alle zur Rückwand. Das Gruppenverhalten bewirkt, dass sich die vierte Testperson der Gruppe anpasst, sich umdreht und auch die Wand anstarrt.



    Dieses Gruppenverhalten wirkt sich auch auf die Meinungsbildung der Gesellschaft aus. Wenn die Medien eine bestimmte Nachricht oder Meinung alle gleichzeitig verbreiten, auch wenn sie eine Lüge ist, dann wird sie durch Konsens zur Meinung der Gesellschaft.

    Deshalb trifft sehr oft die Weisheit zu, „ Eine Lüge ist bereits einmal um die Welt gegangen, bevor die Wahrheit überhaupt aus den Startlöchern kommt.

    Die professionellen Lügner in der Politik und in den Medien haben ihre Botschaft bestens vorbereitet und senden sie in die Köpfe der Menschen schnell und mit Nachdruck, bevor die kritisch denkenden Analysten überhaupt eine Chance bekommen Fragen zu stellen, was ist überhaupt die Wahrheit.

    Wenn aber die Lüge durch diesen Trick zum allgemeinen Konsens geworden ist, dann ist es sehr schwer diese aus den Köpfen wieder herauszubringen, egal ob es sich später herausstellt, nichts stimmt und der Konsens ist völlig falsch. Die erste Botschaft hat sich als Meinung in der Gesellschaft eingeprägt.

    Typisches Beispiel dafür war die Behauptung der Bush-Regierung, Saddam Hussein steckt hinter dem 11. September und hat bedrohliche Massenvernichtungswaffen, um damit den Krieg gegen den Irak zu rechtfertigen.

    Obwohl beide Behauptungen sich später als glatte Lügen herausgestellt haben, glauben immer noch eine ganze Reihe Amerikaner bis heute, es stimmt und sie sind deshalb weiterhin für den Krieg.

    Wenn ein Konsens in der Gesellschaft einmal zustande gekommen ist, bekommt man ihn nicht mehr so schnell weg, auch wenn er ein völliger Irrtum ist. Das ist menschliches Verhalten, und mit diesem Wissen operiert die Macht, um uns in die gewüschte Richtung zu treiben. Deshalb ist die Arbeit der Aufklärer so schwer, die Mauer der Lüge zu durchbrechen. Ich kann ein Lied davon singen. [Link] [Cache]
  • "Die Dreckschleuder"
    am21.08.2008 um 21:23h:
    Abchasien und Südossetien bitten Russland um Schutz vor Georgien und seinen Verbündeten…

    Bei Massendemonstrationen in Abchasien und Südossetien ist Russland am Donnerstag aufgerufen worden, die Unabhängigkeitsbestrebungen der beiden von Georgien abtrünnigen Republiken zu unterstützen.
    Auf dem Platz der Freiheit in der abchasischen Hauptstadt Suchumi versammelten sich rund 47.000 Menschen.

    „Wir rufen Russland auf, Abchasien als souveränen und unabhängigen Staat anzuerkennen, und schlagen vor, einen Vertrag über Freundschaft, Kooperation und gegenseitige Hilfe abzuschließen“,

    hieß es in einem Appell, dem alle Demonstranten einheitlich zustimmten.

    „Da die Gefahr einer georgischen Aggression nach wie vor groß und die Ankunft von Militäreinheiten aus anderen Ländern in Abchasien nicht ausgeschlossen ist, halten wir es für wichtig, die weitere Präsenz der russischen Truppen in Abchasien in diesem Vertrag zu verankern“,

    hieß es weiter.
    Auch in der südossetischen Hauptstadt Zchinwali kamen am Donnerstagnachmittag Menschen vor das zerstörte Parlamentsgebäude.

    „Wenn Südossetiens Unabhängigkeit anerkannt wird, geht unser seit Jahrhunderten bestehender Traum in Erfüllung. Das wird das südossetische Volk vor einer neuen Aggression Georgiens schützen. Unser Volk wird von niemandem außer Georgien gefährdet. Wir wurden dank russischer Soldaten gerettet“

    ,
    sagte Südossetiens amtierender Außenminister Murat Dschiojew vor dem Beginn der Kundgebung gegenüber RIA Novosti.

    [Link] [Cache]
  • Aktion: Stoppt die e-Card!
    am21.08.2008 um 18:26h:
    Aktueller Datenschutz-Skandal bestätigt Kritik an der Elektronischen Gesundheitskarte

    350.000 Bürger haben bereits gegen zentrale Datenspeicherung unterschrieben

    Berlin (ots) - Das Aktionsbündnis "Stoppt die e-Card",ein bundesweiter Zusammenschluss aus Selbsthilfe-, Ärzte- und Bürgerrechtsorganisationen sieht sich durch die jüngsten Datenschutzskandale um den Missbrauch von Kundendaten und Patienteninformationen in seiner Kritik an dem geplanten Mammutprojekt Elektronische Gesundheitskarte bestätigt.

    "Die Bürger in unserem Land wollen nicht, dass ihre Krankheitsdaten außerhalb der Arztpraxen ihres Vertrauens gespeichert werden. Über 350 000 Bürger unterschrieben in den letzten Monaten in Arztpraxen, Apotheken und Selbsthilfegruppen gegen die Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte. Angesichts der jüngsten Datenschutzskandale muss die geplante Totalvernetzung im Gesundheitswesen per Elektronischer Gesundheitskarte dringend gestoppt und ergebnisoffen überprüft werden", sagt die Sprecherin der Aktion "Stoppt die e-Card" Dr. med. Silke Lüder, Allgemeinärztin aus Hamburg.

    Der Informatiker Kai-Uwe Steffens, Vertreter des "Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung", widerspricht der Darstellung von Politikern, das von Staatsseite kontrollierte Projekt e-Card beuge Datenschutzskandalen seitens der Privatwirtschaft vor: "Weder gibt es eine Garantie auf politische Entscheidungen der Zukunft in Bezug auf die Verwendung der sensiblen Krankheitsdaten auf Zentralservern, noch ist ein Vertrauen in die absolute Sicherheit der gespeicherten Patientendaten gerechtfertigt. Liegen die Daten erst mal vor, werden interessierte Kreise diese auch zu anderen Zwecken verwenden wollen".

    Martin Grauduszus, Präsident der Ärzteorganisation "Freie Ärzteschaft": "Ohne Einwilligung der Betroffenen hat die DAK augenscheinlich sensible Daten von zweihunderttausend Patienten an den US Konzern Healthways weitergegeben. Anonyme Callcenter-Mitarbeiter des Konzerns haben dann Versicherte "medizinisch beraten". Hier zeigt sich, dass durch Patientendaten auf Zentralrechnern der " gläserne Patient" Realität wird. Haus- und Fachärzte sollen durch Callcenter-Mitarbeiter ersetzt werden, anonyme Billigberatung nach dem Vorbild der USA statt persönlicher Medizin. Der Deutsche Ärztetag hat die elektronische Gesundheitskarte erneut abgelehnt und die Regierung ist aufgefordert, diesem unsinnigen, teuren und gefährlichen Projekt sofort Einhalt zu gebieten" .

    Das Aktionsbündnis "Stoppt die e-Card" wird u. a. unterstützt von dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Chaos Computer Club, Deutsche AIDS-Hilfe, Selbsthilfegruppe Fibromyalgie HH Harburg und Rheinland Pfalz, Bundesarbeitsgemeinschaft Patientinnenstellen (BAGP), Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP), Freie Ärzteschaft und der Ärzteorganisation IPPNW.

    Mehr Informationen unter www.stoppt-die-e-card.de

    Ansprechpartner für die Presse:

    Dr. med. Silke Lüder Tel. 02104 1385975 info@stoppt-die-e-card.de

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